Beziehungsweise Deutsch

Eröffnung 9. April  2016   18.00 Uhr

Heinrich-Heine-Haus Lüneburg (über dem Standesamt)

Öffnungszeiten: Sa. + So. 11 - 16 Uhr, Dauer: bis 24.4. 2016

Am Samstag, den 23. April, 13.00 Uhr wird der Film „650 Wörter“

von Martina Priessner gezeigt.

Der Film befragt acht Menschen aus verschiedenen Regionen der Türkei, die sehnsüchtig darauf warten, mit ihrem / ihrer / Partner / Partnerin in Deutschland zusammenleben zu können. 

Martina Priessner ist Dokumentarfilmemacherin, lebt in Berlin und Istanbul und arbeitet seit vielen Jahren zur Deutsch-Türkischen Migration.

 

Die Ausstellung ist dann geöffnet.

 

Ein wichtiger Hinweis zu den Exponaten:

Alle Berichte, Zitate und Aufzeichnungen sind absolut authentisch. Alle Namen wurden anonymisiert, um die Privatsphäre der Einzelnen zu schützen.

Fotos: Jonas Reichert / Viola Patzig   

 

Ist Liebe nachweisbar? Kann man Liebe bewerten? Wie unterscheidet man eine echte Ehe von einer Scheinehe? Wer liebt richtig, wer liebt falsch? Sind die Grenzen der Liebe die europäischen Außengrenzen? Die Plattform binationaler Beziehungen, ein Rechercheteam Studierender der Fachbereiche Kunst, Kommunikation, Sound und Islamwissenschaft, setzt sich mit diesen Fragen auseinander. Deutsche Staatsangehörige in einer Beziehung mit Drittstaatsangehörigen müssen, um gemeinsam in Deutschland leben zu können, einen großen Aufwand betreiben und viel riskieren. Sie stehen vor der Wahl: Heiraten oder ein Kind bekommen. Andernfalls müssen sie die Beziehung aufgeben.

Inwiefern ist sich unsere Gesellschaft in dieser globalisierten Welt bewusst, was das bedeutet? Paare werden auf ihrem Weg ins gemeinsame Leben mit zahllosen Anträgen, extremem Termindruck, undurchsichtigen Prüfverfahren, der Offenlegung ihrer Privatsphäre, bürokratischen Absurditäten und behördlicher Willkür konfrontiert. Dies sind Erfahrungen, die im privaten Alltag eine große Rolle spielen und deren emotionale Auswirkungen für Außenstehende schwer vorstellbar sind.

Wir wollen diesen individuellen Erfahrungen und Auseinandersetzungen einen öffentlichen Raum geben. Die Ausstellung hinterfragt die aktuellen Verhältnisse anhand der Erfahrungen von Menschen in binationalen Beziehungen, erzählt ihre Geschichten und erkennt zugleich einen binationalen Alltag an.

 

Lydia Boetzkes, Sofia Mintre, Mattea Weihe, Kevin Visdeloup

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