SEBASTIAN DANNENBERG

im Heinrich-Heine-Haus

Eröffnung 

Samstag, 10. Oktober, 18.30 Uhr

Heinrich-Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1



Ausstellungsdauer: bis 1. 11. 2015

Öffnungszeiten: Sa. und So. 11-16 Uhr

Foto: Jonas Keller

Sebastian Dannenberg, Jahrgang 1980, begann 2008 seine künstlerische Ausbildung an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Prof Leni Hoffmann. Seit 2012 studiert er Freie Kunst an der HfK Bremen und ist Meisterschüler in der Klasse von Prof. Stephan Baumkötter.

Er hat bereits zahlreiche Kunstpreise erhalten. In diesem Jahr erhielt er für seine Arbeit „ In Reverse“ in der Bundeskunsthalle, einen von fünf Förderpreisen der Ministerin für Wissenschaft und Forschung.

2014 gewann er das Kunststipendium „Spiekerooger Zeltplatz Residenz“. In Lüneburg wurde Sebastian Dannenberg 2013 im Rahmen des Daniel Frese Preises der Leuphana Universität Lüneburg für seinen Entwurf „Raumgedächtnis“ ausgezeichnet.

 

Die Jury begründete damals die Auszeichnung: „Besonders anerkennungswürdig ist Sebastian Dannenbergs ebenso elegante wie treffende Verbindung eines avancierten Verständnisses von Malerei, das in die Dreidimensionalität hineinreicht und Raum als ontologische Kategorie anruft, und dem »konkreten« Ort, der Ausstellungsinstitution und ihrer Geschichte. Der Künstler ergänzt dabei Ansätze institutionskritisch-appropriativer Malerei um die Dimension der Zeit, die in den Werkschichten mit dem Raum konvergiert.“

 

Sebastian Dannenbergs Arbeiten sind in der Regel ortsbezogene Malereiinstallationen, die mit der architektonischen Umgebung arbeiten. In dem denkmalgeschützten Heinrich-Heine-Haus installiert er behutsam seine Arbeit „deep down and dirty“. Die Intervention ist für die konkreten Bedingungen des Hauses konzipiert, sie lehnt und klammert sich an die Wände und Zargen der Räume. Keine Schraube verbindet den skulpturalen Eingriff mit dem Haus. Die „barocke“ Restauration des Heinriche-Heine-Hauses ist optisch übermächtig. Die Räume haben eine diffuse Lichtstimmung und die Raumwirkung ist gedrungen. Obschon die Räume eine gewisse Höhe haben, drückt das Ornament und die materialschwangere Decke auf die Raumwahrnehmung des Besuchers. Es drängen sich fallende und steigende Linien. Dannenbergs ironisch improvisierte Arbeit lenkt die Wahrnehmung auf den Boden und eröffnet somit einen Resonanzraum für die Schaulustigen. 

 

Die Werke von Sebastian Dannenberg wurden in vielen Ausstellungen gezeigt, u.a. in, Bern, Basel, Bregenz, Bonn, Köln, Essen, Bremen, Worpswede, Bremerhaven...

 

 

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