MIROR – Klasse Prof. Cony Theis

Videoprojektion als Rauminstallation

12. Juni bis 26. Juli 2020

Die Ausstellung ist nur durch das Schaufenster zu betrachten: 

Montags und Mittwochs 14-18 Uhr, Donnerstags 17.30-20.30 Uhr und nach Vereinbarung:

e-mail: kunstvereinlueneburg.net@web.de

 

Zur Ausstellung erscheint in einer Auflage von 22 Exemplaren ein Multiple in Form einer Unikatserie, die für je 25 EUR erworben werden können.

 

Zur Finissage am Sonntag, 26. Juli, 13.00 Uhr werden die Multiples von den Studierenden vorgestellt. Und es ist dann auch – mit Abstand – möglich, die Installation im Raum zu erleben.

 

 

Mit Melissa Bocer, Beatrice Isabell Berlin, Janina Diekmann, Lea Jungmann, Ellen Harder, Adriana Kleuser, Ingeborg Koch, Clara Kramer, Hannah-Winona Kreß, Liza Leonard, Stella Loewen, Johanna Müller, Marisa Müller, Leonie Nünning, Lena Pickenbrock, Jana Plath, 

Carolin Stöckel, Grischa Ruhnau, Lena Martin-Vogel, Paloma Warnken, Judith Zander  

 

Foto: Hans-Jürgen Wege

 Wie kann man ein Gruppenporträt erstellen und wie kommt darin jede einzelne Person zu Wort / zu Bild? Die Auseinandersetzung mit dieser Frage verbindet wie ein roter Faden die einzelnen Beiträge der Studierenden der Klasse Prof. Cony Theis in der Ausstellung MIROR. Cony Theis ist seit 2013 Professorin für Bildende Künste an der Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg.

Künstlerische Arbeit lebt von direkter Auseinandersetzung mit dem Material. „Material“ können das inhaltliche Thema ebenso wie die künstlerischen Materialien selbst sein. Üblicherweise entsteht die Arbeit im Atelier, in physischer Anwesenheit, und gerade bei einer Gruppenarbeit setzt man die Anwesenheit aller Beteiligter voraus. Die Vorbereitung fand - der Corona-Krisenzeit  geschuldet – in Onlinebetreuung statt, und also auch in Isolation der Beteiligten. Interessanterweise spiegelt die aktuelle Zeit das Thema auf ihre eigene Weise wider und bereicherte gewissermaßen die thematische Auseinandersetzung. 

Das Ergebnis ist eine in gemeinschaftlicher Arbeit entstandene mehrfach gebrochene Videoprojektion als Rauminstallation. Im Video vereinen sich Aufnahmen einzelner zwei- oder dreidimensionaler künstlerischer Arbeiten mit direkten Videoarbeiten. Die ca. halbstündige Videoarbeit  wird über ein System von Spiegeln in den Raum projiziert und entwickelt in Resonanz auf den Raum des Kunstvereins eine eigene Formensprache. Während die visuellen Phänomene mäandernd den gesamten Raum einbeziehen und die Fragmentierung mit den verbindenden Elementen korreliert, reflektiert dieses Gruppenporträt zugleich die einzelnen Positionen. 

 

Durch „Gucklöcher“ in den Fenstern des Kunstvereins und in der Tür kann die Arbeit aus zwei verschiedenen Perspektiven gesehen werden. Bei der Betrachtung werden die Besucher_innen eingeladen, die Rolle der verschiedenen Facetten im Sinne des Gesamtwerks zu identifizieren und zu verfolgen. In ihrer Zusammenschau führen sie wie die einzelnen Zutaten zu einem kulinarischen Gericht zu einem visuellen Gesamtklang, der beide Gedanken – den des Einzel- wie den des Gruppenporträts – auf augenfällige wie rätselhafte Weise voranträgt. 

 

MIROR bedeutet sich (ver-)wundern. Verwechslungen mit dem englischen Wort mirror sind durchaus angebracht.  

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