Andrej WilhelmsFormanie

 

2. – 24. November 2019

Heinrich Heine-Haus, Am Ochsenmarkt 1

Eröffnung: Freitag, 1. November 2019, 18.30 Uhr mit Künstlergespräch

Öffnungszeiten. Sa./So. 11-16 Uhr

„Rumple”, 100 x 100 cm, Öl auf Leinwand, 2018

Andrej Wilhelms (*1984) ist ein Maler der unbestimmten Gegenständlichkeit. Gegenständlich ist diese Malerei, weil sie Bezüge zur äußeren Wirklichkeit hat. Andrej Wilhelms zeigt Dinge, die in unserer Alltagswelt bereits sichtbar geworden sind oder – so muss man vorsichtigerweise sagen – die dort zumindest vorstellbar wären. Denn so, wie der Maler die Dinge zeigt, sind sie eben nicht vorzufinden. Deshalb kann man diese Gegenständlichkeit unbestimmt nennen. Es gibt keine Namen für die Dinge, die der Künstler im Bilde zeigt. Er kreiert ganz neue Objekte. Diese werden in einen durchaus bekannten Zusammenhang gebracht, nämlich als Stillleben. Der Künstler bildet die dreidimensionale Welt also nicht ab, er erschafft sie erst im zweidimensionalen Bild. Diese Verbindung von Erfindung und Konvention ist irritierend, weil die Wahrnehmung auf eine falsche Fährte geführt wird. Es wird behauptet, das Bild zeige eine außerbildliche Situation und doch ist es erst das Bild, das diese Behauptung grundsätzlich ermöglicht. Das Nicht-Existente wird wie auf einer Bühne als Existentes aufgeführt. Das nur Vorstellbare wird zur Wirklichkeit. Das geschaffene Bild ist die Voraussetzung der äußeren Realität, die sich nach dem Muster des Bildes zu formieren beginnt. Das ist die Kraft der Bilder – sei es, dass sie als Idee entstehen und im konkreten Bild sich sinnfällig niederschlagen, um von dort den Blick auf die äußere Wirklichkeit neu zu eröffnen (Ferdinand Ullrich)

 

Gefördert von: